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Wie Metallschaum Elektroautos mehr Reichweite verleihen könnte

Elektrofahrzeuge

Das EU-Forschungsprojekt Marbel entwickelt eine leichte Batterie mit höherer Energiedichte und kürzeren Ladezeiten, um die Massenmarkteinführung von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen

Das EU-Forschungsprojekt Marbel zielt auf die Entwicklung einer Leichtbatterie mit höherer Energiedichte und kürzeren Ladezeiten. Konkret geht es um einen neuen kompakten, modularen, gewichtsoptimierten Hochleistungs-Akkupack mit längerer Lebensdauer und höherer Energieeffizienz.
Einer der Schlüssel liegt laut Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) im Metallschaum. Dieser vereinfacht die Wärmeregulierung, reduziert das Gewicht der Batterie und ist besonders stoßfest.
Diese Vorteile hat Metallschaum in Batterien
Das IWU ist Teil eines Projekts von 16 Forschungspartnern und hat Wissen zum Leichtbau und passiven Temperaturmanagement von Batterien eingebracht. Der Bereich Funktionalintegrierte Leichtbaustrukturen beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Technologie- und Anwendungsentwicklung von Wabenmetall (auch Metallschaum genannt).
Die bereits im Werkzeugmaschinenbau serienmäßig eingesetzten Materialstrukturen verfügen laut IWU über herausragende Eigenschaften. Sie sind leicht und absorbieren bei einem Crash viel Aufprallenergie. Insbesondere Metallschäume in Kombination mit Phasenwechselmaterialien (sogenannten PCMs) sollen ein passives Wärmemanagement von Batterien ermöglichen. Dies reduziere den Energiebedarf für die Kühlung und erhöhe so die Reichweite, erklärt Christian Hannemann, Marbel-Projektleiter am Fraunhofer IWU.
Metallschaum verhindert Pannen bei Unfällen
Die Metallschaumstruktur, die dem Batteriegehäuse zugrunde liegt, soll einerseits überschüssige Wärme schnell in ein Speichermedium, beispielsweise bereits in der Batteriestruktur eingelagertes Wachs, abführen können. Andererseits schützt diese Struktur laut IWU die Batterie vor äußeren Einflüssen und bewahrt sie im Falle eines Unfalls vor potenziell gefährlichen Ausfällen.

Veröffentlichungszeit: 28. Januar 2022